Wir beziehen erneut eine klare Position gegen die Maßnahmen der Schulbehörde. Nachfolgend unsere neueste Pressemitteilung.


Schöne Ferien 2.0!!!?

Eltern der IDA EHRE SCHULE beziehen erneut klar Position gegen Maßnahmen der Schulbehörde

Pressemitteilung

Hamburg, im Juni 2020

Wir, der Elternrat der Ida Ehre Schule [IES], sind sehr besorgt über die Entwicklungen, die sich für das nächste Schuljahr an der IES abzeichnen. Mit großer Bestürzung haben wir erfahren, dass im nächsten Schuljahr nun wieder genau das umgesetzt werden soll, weswegen wir vor einem Jahr unter dem Motto „Schöne Ferien!!!?“ mit fast 500 Menschen auf die Straße gegangen sind:

Die Schule soll im künftigen Jahrgang 7 bis zu 44 sogenannte Schulformwechsler_innen aufnehmen. Also Kinder, um die sich die umliegenden Gymnasien nicht mehr kümmern „können“ oder wollen sowie Zugänge z.B. von sechsjährigen Primarschulen. Das bedeutet, dass zusätzlich zu den vorhandenen 7 Parallelklassen mindestens eine komplette weitere Klasse in Jahrgang 7 eröffnet wird und auch die anderen Klassen auf die Frequenz von 25 bis 27 Schüler_innen „aufgefüllt“ werden. Damit sind der neue SEPL 2019 sowie die nach unseren Protesten im letzten Jahr gegebene mündliche und schriftliche Absichtserklärung der Fachbehörde (maximal 6 Züge in JG 5, maximal 7 Züge in JG 7) bereits jetzt Makulatur.

Darüber hinaus ist die räumliche Situation an der IES hierfür nach wie vor absolut nicht geeignet: Viele Klassenräume sind deutlich zu klein (z.T. sind sie so klein, dass im Präsenzunterricht der vergangenen Wochen selbst bei halber Klassenstärke die Corona-Richtlinien nicht eingehalten werden konnten), es gibt keine ausreichenden Bewegungs- und Differenzierungsflächen für den Ganztagsunterricht – von den sanitären Anlagen ganz zu schweigen. Die Schule ist aus unserer Sicht in vielerlei Hinsicht schlicht an ihrer Kapazitätsgrenze angelangt.

Wir, die Vertretung der Elternschaft der IES, halten erfolgreiches Lernen unter solchen Voraussetzungen für extrem erschwert bzw. nicht möglich, geschweige denn einen Unterricht, der eine erfolgreiche Fortsetzung der inklusiven Arbeit an dieser Schwerpunktschule gewährleisten kann. Solche An- und Zuweisungen der Fachbehörde (BSB) gefährden die gute Arbeit und den sozialen Frieden an unserer Schule.

Unsere Schulgemeinschaft ist vielfältig und wir freuen uns über jedes Kind und jede Familie, die Teil unserer Schulgemeinschaft sein wollen und werden. Aber wir Eltern sehen uns auch in der Verantwortung dafür einzustehen, dass die notwendigen Rahmenbedingungen und Ressourcen zur Verfügung stehen.

Unsere schriftlichen Anfragen an die Behörde blieben bedauerlicherweise bis jetzt unbeantwortet. Daher fordern wir auf diesem Weg:

An die Ida Ehre Schule als einzige Stadtteilschule im Viertel, Schwerpunktschule Inklusion und umgeben von 5 Gymnasien, werden schon seit langem besonders hohe Anforderungen gestellt. Wir finden, dass es jetzt endgültig reicht und die Fachbehörde endlich zu ihrem Wort stehen soll: verlässliche Begrenzung der Zügigkeit und umgehende Neugründung einer Stadtteilschule im Einzugsbereich!

Wir Eltern sind nicht bereit, diese Maßnahme unwidersprochen hinzunehmen.

Wir würden uns freuen, wenn Sie darüber berichten würden. Für weitere Nachfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.